Endosonografie

Die Endosonographie, auch endoskopischer Ultraschall (EUS) oder Endosono genannt, ist eine moderne Untersuchungstechnik, welche aus der diagnostischen Gastroenterologie nicht mehr weg zu denken ist. Sie vereint die Prinzipien der Endoskopie und der Sonografie, um detaillierte und präzise Bilder des Körperinneren zu erzeugen. Dabei wird ein Endoskop (einfach gesagt: flexibler Untersuchungsschlauch), das mit einem Ultraschallkopf ausgestattet ist, in den Körper eingeführt. Dieses spezielle Endoskop sendet Ultraschallwellen aus, die von den inneren Geweben und Organen reflektiert werden. Die reflektierten Wellen werden dann in Bilder umgewandelt, die auf einem Monitor dargestellt werden.

Im Vergleich zum herkömmlichen “Ultraschall von außen”, bei dem der Ultraschallkopf auf die Haut aufgelegt wird, ermöglicht die Endosonographie eine viel nähere und detailliertere Untersuchung der Organe. Dies resultiert in hochauflösenden Bildern, die eine genauere Diagnose und Einschätzung ermöglichen.

Die Endosonographie wird häufig zur 
Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes eingesetzt. Das Endosonographiegerät, welches durch den Mund eingeführt wird, ermöglicht die Bildgebung der Speiseröhre, des Magens und 12-Fingerdarms, aber auch der außerhalb der Leber gelegenen Gallenwege. So können Gallengangssteine nachgewiesen oder ausgeschlossen werden und es erlaubt eine sehr genaue Darstellung der Bauchspeicheldrüse z.B. zur Beurteilung und Verlaufskontrolle von Zysten, sowie zur Abklärung einer Pankreasinsuffizienz, einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung oder dem Ausschluss von Tumoren der Bauchspeicheldrüse.

Die Endosonografie wird zusammen mit einer Magenspiegelung durchgeführt und
dauert ca. 30 Minuten. Wie für die Magenspiegelung sollten Sie vor der Untersuchung mind. 6 Stunden nichts essen und 4 Stunden nichts trinken, wobei Tabletten am Untersuchungstag mit etwas Wasser eingenommen werden können. Wir empfehlen die Untersuchung mit einer leichten Betäubung (Sedierung) durchführen zu lassen, so dass Sie danach von einer Begleitperson abgeholt werden müssen.

Wie bei der Magenspiegelung kann es nach der Untersuchung zu einer Reizung des Rachens und vorübergehenden Schluckbeschwerden kommen. Es besteht zudem ein geringes Risiko der Verletzung von Zähnen oder des oberen Magen-Darmtraktes (Blutung, Perforation).

Die Kosten für die Untersuchung übernehmen – abhängig von der Indikation, also dem Grund für die Untersuchung – die gesetzlichen und privaten Krankenkassen. Für die Terminvergabe möchten wir Sie bitten sich mit einem Überweisungsschein bei uns in der Praxis vorzustellen. Eine Terminvergabe über den Online Terminkalender ist aktuell nicht vorgesehen. Bei Fragen können Sie aber auch gern anrufen oder eine Email schreiben.